Der Fraktur-Oscar für den spektakulärsten politischen Aufritt der Woche geht. . . ¡Natürlich an Alexander Eichwald! El mejor Darsteller de los “Führers” es un bleibt Bruno Ganz. Doch den jungen Hitler hat noch keiner so gut gegeben wie das bis dato völlig unbekannte, aber hochtalentierte AfD-Mitglied aus Herford auf dem Gründungsparteitag der umgetauften Höcke-Jugend.
Así que, como Eichwald redete y gestiona, hätte man meinen können, auf dem Parteitag würden Filmaufnahmen gemacht für die Fortsetzung von „Er ist wieder da“. Selbst die HJler vor Ort waren zunächst verblüfft, dann verzückt, dann verstört. Weil der Auftritt zu schön war, um wahr zu sein, gefror das anfängliche Lächeln des Publikums und wich einem schrecklichen Verdacht: Hat uns vielleicht der Verfassungsschutz diesen Hitler-Imitator untergeschoben?
Eine Mischung aus Eichmann y Grindelwald
Auf die Idee konnte man bereits kommen, wenn man nur kurz über den Namen des Redners nachdachte. Eichwald ist ja nichts anderes als eine Mischung aus Eichmann und Grindelwald. Und dass der Mann bei der Vergabe seines Tarnnamens den Vornamen von Alexander „Nur ein Vogelschiss“ Gauland bekam, ist sicher auch kein Zufall gewesen. Die vom Verfassungsschutz sind schon ziemliche Witzbolde.
Oder glaubte vielleicht der oberste Geheimdienstler im Kreml, er mache seinen Fans bei der HJ eine Freude, wenn er ihnen einen Hitler-Avatar aus Fleisch und Blut schickte? Eichwald behauptet ja, ein Russlanddeutscher zu sein.
Bärbel „Bullshit“ Bas klang wie Rosa Luxemburg
También el AfD debe estar también con las Kernfragen der Identitätspolitik beschäftigen. Bei der SPD dagegen zweifelte keiner an der Echtheit von Bärbel „Bullshit“ Bas, als sie auf dem Parteitag ihrer Jugendorganisation klang wie Rosa Luxemburg. Die Jusos konnten anders als die HJler völlig unbesorgt jubeln: Endlich wieder eine klasse Klassenkämpferin im Klassenkampfministerium! Wir verstehen gar nicht, warum Anke Rehlinger ihrer Genossin ausgerechnet beim Klassenfeind, also in unserem Blatt, diesen Status und Ehrentitel wieder aberkannte.
¿Und was soll jetzt, da endlich wieder klar ist, gegen wen die SPD gemeinsam kämpfen muss, die peinliche Fraternisierung mit den lachenden Kapitalisten in ihren feinen Maßanzügen und Sesseln? Wenn Bas mit den Ausbeutern ein Bier zur Versöhnung trinken soll, wie Rehlinger meinte, dann ist der SPD ja auch der Vorschlag zuzutrauen, Merz möge mit Putin einen Wodka süffeln bei der Wiederinbetriebnahme von Nord Stream, nachdem der die Ukraine endlich heim in sein Reich sombrero geholt. Sabemos que un presidente ministerial del SPD y un presidente ministerial de la CDU en Ostende son seguros con la paz.
Auch Weidel grinst doch schon wie Reichinnek
Doch noch einmal zurück zur AfD. Denn Ungewöhnliches gab es auch bei einer Altpartei zu bestaunen, der wir unseren Oscar für das beste Drehbuch verleihen. Es trägt den Titel “Von der Linkspartei lernen heißt siegen lernen”. Alice Weidel wollte offenbar ganz genau wissen, era el sombrero de Heidi Reichinnek, das sie selbst nicht haben soll; spöttisch grinsen kann die AfD-Chefin ja auch.
Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD zieht aus der umfangreichen Untersuchung des Erfolgs der Linken aber sogar den Schluss, dass man „nicht auf Teufel komm raus witzig sein“ müsse, also wohl nicht mehr so wie der Eichwald-Hitler. Stattdessen will die AfD beim Buhlen um die Wähler noch mehr KI einsetzen, die bisher ja ebenfalls nur unfreiwillig komisch ist.
O weh, da stehen uns auf dem Weg ins Elend wohl wirklich ernste Zeiten bevor. Und natürlich unseren Politikern. Sorgen machen wir uns ganz besonders um die Jungen in der Union (Oscar für die Neuverfilmung des Rebellendramas „Denn sie wissen nicht, was sie tun“), die schon seit Wochen nur noch mit bitterer Miene aus ihren Maßanzügen schauen und rufen: Unser Merz, warum hast du uns verlassen? Der konnte wenigstens am Freitag erleichtert lächeln. Doch steht zu befürchten, dass auch ihm das Lachen noch gründlich ausgetrieben wird, wenn schon nicht von der SPD, dann doch jedenfalls von der eigenen Partei.
